Schlaf & Ruhe

Umgang mit Demenz

Eine demezielle Erkrankung kann Schlafstörungen hervorrufen,

da die zeitliche Orientierung beeinträchtigt wird. Personen mit Demenz vergessen, ins Bett zu gehen, oder wachen nachts auf und wollen aufstehen und aktiv werden.

Wichtig ist es daher, sich tagsüber ausreichend zu bewegen und auf einen Mittagsschlaf zu verzichten. So tritt abends eher Müdigkeit ein. Strukturierte Tagesabläufe mit regelmäßigen Zubettgehzeiten helfen, eine Schlafroutine aufzubauen. Vorm Zubettgehen kann eine Tasse warmer Tee oder Milch mit Honig, ein Gutenachtlied, ein Kapitel aus einem Buch, oder ein anderes Ritual helfen, sich auf die Nacht einzustellen. Auch hier ist wichtig, dieses Ritual abendlich zu begehen.

Wenn Sie pflegende*r Angehörige*r einer Person mit Demenz sind:

Ermutigen Sie die betroffene Person

  • keine oder weniger Schlafpausen während des Tages zu machen, da diese den nächtlichen Schlaf erschweren können
  • Spaziergänge in der Sonne zu machen
  • körperlichen Aktivitäten nachzugehen
  • abends Nahrungsmittel und Getränke mit Koffein oder Alkohol zu vermeiden

 

Wenn die Person mit Demenz dies möchte, können Sie als Angehörige*r auch eine beruhigende Körperwäsche durchführen:

 

  • Wassertemperatur zwischen 37 und 40 °C
  • Weiche, gut ausgewrungene Waschhandschuhe verwenden
  • Waschen und abtrocknen in Haarwuchsrichtung
  • Körperpflege am Rumpf beginnen
  • Während des Waschens mit der anderen Hand Arme oder Beine ruhig umschließen
  • Lassen Sie sich Zeit

Das Wichtigste in Kürze

Schlafstörungen treten bei demenzerkrankten Personen häufig auf, da ihnen die zeitliche Orientierung schwerfällt. Schlafstörungen können für Angehörige zu einer großen Belastung werden. Wichtig ist, tagsüber für ausreichend Bewegung zu sorgen und an gleichbleibenden Zu-Bett-Geh-Ritualen festzuhalten.